die zukunft
der zahntechnik

„Abdruck und Gipsmodell“ – seit vielen Jahrzehnten definieren diese beiden Hilfsmittel die Schnittstelle zwischen Praxis und Labor. Aber wohin wird die Reise gehen?


Keine Frage: „Abdrucknahme“ ist mit Sicherheit eine der meistdiskutierten und meistgeschulten Tätigkeiten in der Zahnmedizin. Glücklich war nie jemand damit: Weder der Patient, der schon beim Gedanken an die Abdruckmasse von Würgereiz ergriffen wurde, noch die Assistenz die immer schuld war am schlechten Abdruck, und erst recht nicht das Labor, das die Aufgabe hatte, die fehlenden Details im Abdruck durch Kreativität und Improvisationskunst auszugleichen. Apropos „ausgleichen“: Der Zahnarzt muss es dann richten: durch Ausschleifen, anpassen, nacharbeiten – oder durch die entsprechende Menge Zement ...

Im digitalen Zeitalter erscheint die Abdrucknahme wie ein Relikt aus der analogen Vergangenheit:
Selbst das digital 3D-gescannte Gipsmodell beruht auf der analogen Schnittstelle der Abdrucknahme. Und kein Computerprogramm der Welt kann Ungenauigkeiten im Abdruck ausgleichen.

Also alles ohne Abdruck?
Die Antwort ist relativ klar: Ja und nein. „Ja“, denn die Zukunft liegt ganz klar in der digitalen Abdrucknahme mit Intraoralscanner. Bei Einzelzähnen ist diese Abdrucknahme bereits heute von unglaublicher Präzision. Einfacher schneller, präziser, online übertragbar, direkte Datengrundlage für CAD/CAM Fertigung einer Krone chairside – absolut genial!
„Nein“, denn auch die Scanqualität ist von menschlichen Faktoren abhängig: Wie lange kann der Patient still halten? Wie ruhig ist die Hand desjenigen, der den Scanner bewegt? Wie ist die Oberfläche der Zähne beschaffen? Wie sind die Fäden gelegt? Wie viele Details müssen vom Computerprogramm interpoliert werden?

Um eine Zahnaustellung zu machen brauchen wir ein Model. Und dafür einen Abdruck. Oder wir benötigen einen Scan vom kompletten OK und UK für den virtuellen Artikulator. Und der Komplettscan ist nicht einfach (s. o.!).

Sie sehen: In der Theorie können wir alles Analoge „ad acta“ legen. In der täglichen Praxis sind wir noch ein ganzes Stück vom rein digitalen Workflow entfernt. Aber wir bewegen uns mit riesigen Schritten darauf zu.

Lassen Sie uns diesen Weg gemeinsam gehen. Bei Van Iperen haben wir die unterschiedlichsten Scanner, Fräseinheiten und Softwarelösungen im Ensatz. Viele Arbeiten führen wir bewusst doppelt aus – analog und digital. Und wir vergleichen unsere Inhouse-Fräsergebnisse mit der Qualität der Fräszentren unserer Industriepartner. Nur so können wir sicherstellen, dass wir in dieser spannenden Phase der Zahntechnik ganz vorne mit dabei sind. Eine faszinierende Entwicklung. Zahntechnik war nie spannender als heute!